Von echten und falschen Ariern oder Blutadel und Amtsadel

Nach meiner pers?nlichen ?berzeugung hat sich das Leben der Menschen von Generation zu Generation st?ndig verschlechtert. K?nnte man Gl?cklichsein und Lebensfreude messen, so w?rde man zu diesem Ergebnis kommen. Da man das aber nicht kann bleibt jede neue Generation in selbstzufriedener Unwissenheit. Jedes System in Deutschland war etwas schlimmer als das vorige und was der Zeitgeist Fortschritt nennt ist tats?chlich das krasse Gegenteil. Eine Entwicklung die ich ?ber die letzten zweitausend Jahre verfolgen und erkl?ren kann.

In meinen letzten Beitr?gen habe ich ausgef?hrt was in der Sp?tantike bis zur Wikingerzeit in Europa passierte. Meiner Ansicht nach gab es keine Germanen und auch keine anderen V?lker auf dem Boden den wir heute Deutschland nennen. Europa war kulturell zweigeteilt. Im S?den und Westen gab es die lateinische Sklavenhaltergesellschaft und im Norden und Osten die staatenlose freie Welt der Arier. Andere Namen f?r die Arier sind Iraner, Alanen, Sarmaten, Aristos; heute hat sich der Begriff Aristokraten durchgesetzt. Nicht germanische V?lker haben die r?mische Sklavenhaltergesellschaft zerst?rt sondern die Arier haben sie ohne grossen Widerstand ?bernommen. 20 Millionen Sklaven ohne Verst?ndnis f?r Freiheit oder Identit?t und dazwischen einige Tausend Aristokraten mit hohen Ehr- und Freiheitsvorstellungen waren die tats?chliche Gesellschaft vor 1000 Jahren. Die einen waren se?haft und erwarteten Sicherheit und klare Anweisungen und die anderen waren sehr mobil und wollten vor allem ihre pers?nliche Freiheit und Eigenst?ndigkeit unter soviel trostlosen Knechten erhalten.

Unsere Generation glaubt heute das Mittelalter w?re eine dunkle Epoche. Ich hingegen denke die Dunkelheit kam schleichend mit Beginn der Neuzeit und nimmt st?ndig zu. Betrachten wir einmal die Stauferzeit in Deutschland. Sie gilt ja als eine Bl?tezeit des Deutschen Reichs. F?r mich war der Stauferkaiser Friedrich II. sehr lange einer der ganz wichtigen Helden unter den grossen Deutschen. Ich wu?te ?ber ihn, dass er hoch intelligent war, unglaublich mutig, sehr vorausschauend und wie erfolgreich er europ?ische Geschichte geschrieben hat. In meiner Schul und Studienzeit in Konstanz stand ich oft vor der pr?chtigen Malerei am alten Rathaus und habe das Gem?lde bewundert wie Friedrich im Herbst 1212 in die Stadt Konstanz eingezogen ist um die Herrschaft ?ber das Deutsche Reich anzutreten. Ich habe die Geschichtsb?cher ?ber ihn und seine Zeit mit viel Begeisterung verschlungen und damals erschien mir noch alles schl?ssig.

Leider gab es f?r meinen rationalen Verstand in der Geschichtsschreibung schon aus der damaligen Zeit zu viel Widerspr?chliches und zuviele Ungereimtheiten. Geschichtsschreibung war schon immer vor allem Propaganda der Herrschenden und das sehr viel mehr als es eine Wissenschaft sein k?nnte die versucht weitere Wahrheiten zu finden als die jeweils angeordnete. Die wundersch?ne Wandmalerei in Konstanz ist nicht 1212 entstanden sondern einige Jahrhunderte sp?ter in der verdunkelnden Neuzeit. Sie zeigt einen Kaiser mit langem roten Bart, der aber im Herbst 1212 erst 18 Jahre alt war und bestenfalls einen Flaum haben konnte. Vielleicht hat der Maler dabei an seinen Grossvater Friedrich Barbarossa gedacht. Die Schrift mit dem Titel Hohenstaufen ist auch wenig korrekt, denn die Staufer wussten selbst nicht, da? sie Staufer waren. Erst die Historiker der Neuzeit gaben dieser Dynastie diesen Namen und als ob das alles nicht schon schlimm genug w?re, so gab es damals zwar noch das heilige r?mische Reich aber es war ?berhaupt kein deutsches. Auch diesen Zusatz „Deutscher Nation“ haben sich erst politisierende Historiker der dunklen Neuzeit einfallen lassen um den Sklaven ihrer Generation nachtr?glich eine Identit?t stiftende gemeinsame Volksgeschichte zu pr?sentieren. In Wirklichkeit waren diese Staufer keine Helden sondern sie waren Usurpatoren die sich Generation f?r Generation mit sehr vielen erfolgreichen, aber unehrenhaften Einzeltaten an die Spitze ihrer Gesellschaft hochgearbeitet hatten.

Der Moment als diese Familie, die vermutlich nicht einmal eine arische Blutlinie im Mannesstamm vorweisen konnte, an die Spitze der Gesellschaft kam, war einer der Momente als es f?r die Menschen wieder ein gutes St?ck schlimmer wurde und ihre Propaganda sie dennoch die Fortschrittlichkeit ihrer Zeit bejubeln lies. Dazu gibt es eine sehr treffende Anekdote vom dem Tag an dem Friedrich Barbarossa zum K?nig gekr?nt wurde. Zitat aus wikipedia: „Friedrich wurde am 9. M?rz 1152 von Erzbischof Arnold von K?ln in der Aachener M?nsterkirche Karls des Gro?en gekr?nt. W?hrend der Zeremonie warf sich ein Ministeriale, dem Barbarossa aufgrund schwerer Vergehen die Gunst entzogen hatte, dem frisch gesalbten K?nig in aller ?ffentlichkeit vor die F??e. Der Ministeriale wollte dadurch die Wiederaufnahme in die Huld des Herrschers erreichen. Er wurde jedoch von Friedrich mit der Begr?ndung abgewiesen, dass er ihn nicht aus Hass, sondern aus Gerechtigkeitsgr?nden von seiner Huld ausgeschlossen habe (non ex odio, sed iustitie intuitu illum a gratia sua exclusum fuisse). Die Entscheidung ?berraschte die meisten der Anwesenden und erhielt ihren Respekt. Die Reaktion Barbarossas wird von der modernen Forschung als Ausdruck des Wandels bei der Einsch?tzung der Frage gewertet, welche Tugenden von einem Herrscher erwartet wurden. Waren in ottonisch-salischer Zeit Milde und Barmherzigkeit mit ihren demonstrativen Ausdrucksformen wie Tr?nen und Friedenskuss Werte, an denen k?nigliches Handeln gemessen wurde, so war nun der rigor iustitiae (Strenge der Gerechtigkeit) zum Ma?stab f?r die Bewertung des Herrschers geworden.“ Anmerken sollte man vielleicht noch, dass Barbarossa sich nicht zum deutschen K?nig kr?nen lies sondern so wie alle Ottonen und Salier vor ihm zum „rex Romanorum“ also zum r?mischen K?nig. Es gab in seiner Zeit zwar auch schon den Titel „rex Teutonicorum“, aber der war s?dlich der Alpen bei den Gegnern Friedrichs in Gebrauch. Man war dort nicht damit einverstanden, dass sich jemand fern ab von Rom zum K?nig der R?mer kr?nt und nannte ihn deshalb mehr ver?chtlich den „Rex Teutonicorum“ was man mit „Anf?hrer der Knechte“ ?bersetzen k?nnte. Kurioserweise haben die Knechte das Schimpfwort zu lieben gelernt, denn sie nennen sich heute freiwillig gerne so.

Diese Anekdote enth?lt aber eine unglaublich wichtige Botschaft. Bis zur Kr?nung Barbarossas waren also: Milde und Barmherzigkeit die Werte an denen k?nigliches Handeln gemessen wurde! Diese Vorstellung passte noch genau zu der uralten arischen und wohl auch urchristlichen Tradition Ehre nur durch das Erweisen von Gnade zu erhalten. Wer die Kraft und Macht hatte einem anderen Gnade zu geben der vermehrte seine Ehre. Nicht etwa derjenige der einem Schw?cheren mit Gewalt seinen Willen aufzwingt. Das fr?he Mittelalter war in der Zeit arischen Blutadels die Epoche von Milde und Barmherzigkeit und nicht von Zwang und Gewalt. Mit dem ?bergang der Herrschaft an den Amtsadel kam auch die Epoche der Strenge und Gerechtigkeit. In dieser Epoche leben wir auch heute noch. Wer stark war und sich seiner Stellung sicher war, der konnte Gnade geben. Wer schwach ist und sein Amt st?ndig neu verteidigen muss, der muss St?rke zeigen und streng sein.

Vielleicht bei dieser Gelegenheit eine kurze Erkl?rung zum Unterschied zwischen Blutadel und Amtsadel. Ich spreche hier gerne von echten und von falschen Ariern. F?r den Arier in der freien Welt war das gemeinsame Blut der Zusammenhalt der Familie. Ein Sohn ?bernahm das Erbe seines Vaters, weil er von dessen Blut war. Dieses Prinzip hat sich in Resten noch bis heute erhalten. In den ersten Jahrhunderten nach der arischen Herrschafts?bernahme in Europa war es allgegenw?rtig. Die erste deutsche K?nigsdynastie waren die Merowinger. Ihr Blut war 100% arisch und ihre Blutline war rein. Die erste ?nderung in diesem Prinzip kam mit dem Machtzuwachs f?r die Verwalter in ihren neu gewonnenen L?ndereien. Sp?testens als eine Dynastie aus dieser Schicht von Verwaltungsbeamten in Gestalt der Karolinger nach der Macht im Frankenreich griff kam auch die Idee auf die Rasse durch ein Amt zu ersetzen und auf die reine Blutlinie zu verzichten. Die zweite Dynastie der Karolinger war somit keine mehr die ein reinen arische Blutlinie f?hrte. Ihre Familiengeschichte ist voller Geschichten von unehelichen Kindern die von Verwaltungsbeamten mit ihren Sklavinnen gezeugt wurden und sp?testens jetzt wird die Herrschaft des Aristokraten an Titel und Besitz gebunden und nicht mehr an die Rasse. Erst in diesem Umfeld war es m?glich, dass in der Gestalt von Friedrich Barbarossa ein Mann K?nig wird, dessen Abstammung ohne arische Helden ist. Sein Vater und dessen Vater konnten ?ber die  Jahre Titel, ?mter, Besitz und Geld ansammeln und sich damit durch Heiraten mit den reinen alten Rassen verbinden. Eine Entwicklung die in der freien Welt der Arier so nicht ?blich gewesen w?re. Sp?testens seit der Stauferzeit werden die alten arischen Blutlinien ersetzt von einer Aristokratie die sich nicht mehr durch ihre Blutsverwandschaft sondern durch ihre ?mter und Titel hervorhebt. Genau nach dieser Logik kann auch heute im Staat jeder die Macht aus?ben, wenn es ihm nur gelingt dazu in das n?tige Amt zu kommen. Seine Abstammung spielt dabei keine Rolle mehr. Der Amtsadel hat den Blutadel ersetzt, aber leider kennt er nicht die Ehrvorstellungen des Blutadels. Vermutlich k?nnen die falschen Arier der Gegenwart mit Ehre und Rasse ebenso wenig anfangen wie mit Milde und Barmherzigkeit. Sie k?nnen keine Gnade geben, denn sie sind schwach und m?ssen um ihre ?mter k?mpfen.

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