Die Geschichte von der Erfindung des englischen Volkes und ihr wahrer Kern

Hengist_and_Horsa
So wie auf diesem Bild von James Edward Parrott stellen sich die Historiker aus dem Zeitalter des Nationalismus die beiden Männer vor, die Britannien erobert und germanisiert haben. Ihre Namen sind Hengist und Horsa und sie sollen die Anführer gewesen sein von einem Völkerverband aus Angeln, Sachsen und Jüten die am Ende der Völkerwanderungsepoche vom nordeuropäischen Festland nach England übergesetzt sind um diese ehemalige keltisch-römische Provinz zu erobern und zu kolonisieren. Aus dieser angelsächsisch-jütischen Kolonie ist dann das heutige Angelsachsen, also England entstanden. Diese Vorstellung ist bis heute offizielle Lehrmeinung an den staatlichen Hochschulen und sie wird unterstützt durch fiktive Filme über dieses Thema und sie wird selbst etwas real durch Hengist und Horsa Denkmäler in einigen deutschen Städten.
 
Schon die Namen dieser beiden Helden sollten eigentlich zum Nachdenken anregen. In der alten arischen Sprache bedeutete „hingist horsa“ (ausgesprochen besser als hengeste Hrossa) = stärkste Pferde und meinte die Pferde mit denen man am weitesten reiten konnte. Das Wort „hingest“ wird im Wörterbuch der altenglischen Sprache mit „kräftiges Reitpferd“ übersetzt und in der deutschen Sprache versteht man darunter seit Beginn der Neuzeit ein männliches Pferd. „horsa“ ist noch einfacher als ein Wort für Pferd zu erkennen, denn im Englischen sagt man noch heute „horse“ und auch das altdeutsche „Ross“ kann man gut in „Hrossa“ erkennen. Es wäre also schlüssiger zu vermuten die Eroberer wären auf starken Reitpferden gekommen, als ihren Anführern die Namen „Hengst und Pferd“ zu unterstellen.
 
Nun zu den Völkern die von ihnen angeführt wurden. Ein Volk der Sachsen gab es im 5. Jahrhundert nicht. Mit „Sachse“ bezeichnete man damals die Piraten und Räuberbanden in Nordeuropa. Richtig interessant ist aber was wikipedia seit einigen Monaten über die Jüten angibt: (Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Jüten)
Der Volksstamm ist vermutlich identisch mit dem in römischen Quellen überlieferten Volk der Eudosen, die eine gotische Sprache gesprochen haben sollen. Die Eudosen sollen um 480 an der kaukasischen Küste gesiedelt haben und sind wohl mit den Herulern dahin gelangt. Zusammen mit Krimgoten (als Tetraxiten bezeichnet) sollen sie dann weiter in den Kaukasus gezogen sein.[3] Mit Abwanderung der Jüten, die zusammen mit den Angeln und Sachsen nach England gingen, kamen im 5. Jahrhundert nordgermanische „Daner“ (Dänen) in das Gebiet. Die verbliebenen Jüten gingen teilweise in ihnen auf und besiedelten das südliche Dänemark nördlich der Eider bis ins heutige nördliche Schleswig-Holstein.
Zusammen mit den Angeln und Sachsen beteiligten sich die Jüten an der Landnahme Britanniens und hatten erheblichen Anteil an der Entstehung der altenglischen Sprache. Jütische Besitze in England waren vor allem Kent und die Isle of Wight.) wikipedia bezieht sich auf Wolfram Herwigs Buch über die Goten und sogar auf Jürgen Spanuth.
 
Vom Kaukasus bis rüber auf die Insel Britannien ist es schon ein sehr weiter Weg und ab hier macht die Vorstellung von den Pferden mit denen man am weitesten reiten kann tatsächlich auch Sinn. Jedoch passt die Idee von iranischen Reitern aus dem Kaukasus nicht in die Wunschvorstellung von Germanen aus dem Norden Europas. Ich schreibe jetzt iranisch um das Wort arisch mal zu vermeiden, obwohl ich mir damit die Erklärung schwer mache, denn alle germanischen Helden und Völker in dieser Zeit haben iranische Namen, sprechen iranische Dialekte und verehren iranische Götter. Niemand wusste, dass er ein Germane war. Es gab keine Angeln, keine Jüten und keine Dänen. Sachsen gab es jede Menge, aber halt nicht als Volk sondern als Sicherheitsrisiko auf Handelsreisen. Die Reiter aus dem Iran verstanden sich damals nie als Volk sondern sie kannten immer nur ihre eigene Familie und damals war eine Familie nicht so wie heute Papa-Mama-Kind-Hund in der Eigentumswohnung sondern es konnten Familien sein mit mehr als hundert Köpfen. Was alle zusammenhielt war die gemeinsame Blutlinie. Die Sippe als Grossfamilie verstand sich nicht als Volk sondern als Rasse von gleichem Blut. Von einigen dieser Familien wissen wir heute sogar noch wie sie sich nannten. Für die Historiker aus Nationalstaaten mit seßhafter Bevölkerung ist es wichtig zu betonen, dass diese Iraner zuerst von Skandinavien in den Kaukasus zogen bevor sie zurück in den Norden kamen. Diese Geografie ist wichtig denn wer nicht im Norden geboren wurde wäre ja auch nicht nordisch. Nach der politisch richtigen Ideologie von 2017 ist halt ein Neger der in Oslo geboren wird ein Norweger, ein Schlitzauge der in Rostock wohnt und einen BRD Pass hat ein Deutscher und einer aus der Blutlinie von Heinrich Himmler ein Indianer, wenn er in Südamerika irgendwo im Asyl zur Welt kommt. Tatsächlich ist das natürlich aus Sicht des Nomaden Unfug. Blut ist Blut und ob der Opa nun am Schwarzen Meer oder an der Ostsee zur Welt kam ist ohne Bedeutung. Vermutlich ist der Opa als Nomade in seinem Leben mehrmals an beiden Ufern gewesen.
 
Eine solche Familie war die der „Gewissen“ und sicher verstanden sie sich selbst in dem positiven Sinn von zuverlässig und gewissenhaft. Diese Sippe ritt im 5. Jahrhundert vom Kaukasus bis nach Britannien und genau diese Gesellschaft die sie dort vorfanden ist dort noch heute. Die Gewissen selbst waren Nomaden, sie waren höchst mobil und die persönliche Freiheit hatte eine ganz grosse Bedeutung. Auf der Insel hingegen trafen sie auf Menschen die seit Jahrhunderten seßhaft in einer Sklavenhaltergesellschaft lebten und die nach so vielen Generationen in Unfreiheit selbst jetzt nach dem Zerfall der antiken römisch-staatlichen Gesellschaft mit Freiheit nichts mehr anzufangen wussten. Es war für die Sippe der Gewisse vermutlich sehr einfach in dieser Gesellschaft das Kommando zu übernehmen und so gründeten sie nach der damaligen Sitte in Europa ihr Königreich Wessex. Einige zehntausend seßhafte Ackersklaven arbeiten nun nicht mehr für Rom sondern für dieses Dutzend iranische Reiter. Die Reiter blieben weiterhin mobil. Für die Aufsicht in ihren Ländereien suchten sie sich unter den Seßhaften besonders vertrauenswürdige Sklaven als Verwalter aus. An dieser Gesellschaftsordnung hat sich bis heute nicht mehr viel verändert.
 
Die Gewisse werden 300 Jahre später noch eine wichtige Rolle auf dem europäischen Festland spielen. Zu ihrer Blutline gehörten Winfried (heute bekannt als Bonifatius der Apostel der Deutschen) seine Nichte Walpurga die an seiner Seite ritt und im Kampf starb (als heilige Walburga in der römisch-kath. Kirche verehrt) Lioba die auch an der Seite von Winfried ritt (erste Äbtissin des Klosters Tauberbischofsheim und Heilige der röm-kath. Kirche) oder auch sein Knappe Sturmi der Gründer des Klosters Fulda in dem man später die ganze deutsche und germanische Stammesgeschichte „er“finden wird.
 
In den folgenden Jahrhunderten nach der angeslsächsischen Eroberung der Insel gibt es eine lange Folge von kriegerischen Auseinandersetzung dieser angelsächsischen Sippen untereinander. Nie ging es dabei um den Kampf zwischen verschiedenen Völkern oder Kulturen sondern immer nur um Streitigkeiten der Iraner (inzwischen bekannt als Aristokraten) untereinander. Das ändert sich auch nicht, als Dänen, Wikinger und Normannen dabei ins Spiel kommen, denn auch die sind nichts anderes als iranische Blutlinien und ihre Sprache und Kultur unterscheidet sich kaum von der Angelsächsisch-Jütischen. Der einzige Unterschied besteht in dem unterschiedlichen Grad der Verwaltungsorganisation durch das System der römisch-katholischen Kirche. Von einigen der Aristokraten des späteren Mittelalters wurden die Gebeine gefunden und sogar durch genetische Analysen untersucht. Die Ergebnisse verwirren unsere nationalistischen Historiker:
http://www.manfred-hiebl.com/haplogruppe_G2a.htm
Der bekannteste englische König des Mittelalters Richard Löwenherz trägt die Haplogruppe G2a, die im Kaukasus sehr häufig ist, aber sonst in England kaum jemand trägt.
 
In den letzten tausend Jahren wandert der Besitz der Insel von einer iranischen Blutlinie zur anderen, manchmal durch Erbschaft und manchmal mit Gewalt. Die Bevölkerung bleibt aber in der grossen Mehrzahl was sie immer war: unfreie Ackersklaven!
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