Hintergrundwissen zur Geschichte: Die Ritter

Es waren tatsächlich zwei Feldzüge aus der freien Welt gegen das tausendjährige römische Imperium, die dessen Ende bedeuteten. Im Sommer des Jahres 378 drangen die Westgoten aus der heutigen Ukraine über den römischen Balkan bis nach Rom vor, und im Winter 406 traten die Vandalen an der Nordostgrenze über den Rhein und stürmten quer durch Europa bis nach Nordafrika. Die historischen Quellen über die Spätantike sind natürlich durch ihre Überlieferungsgeschichte immer sehr problematisch. Dennoch scheinen sie alle einen gewissen wahren Kern zu enthalten. raido5

Ammianus Marcellinus gilt heute als der bedeutendste Geschichtsschreiber der Spätantike. Er beschreibt den Ansturm der Westgoten, der zur Schlacht von Adrianopel führt.  Dazu ein Zitat aus wikipedia: „Die Schlacht von Adrianopel am 9. August 378 war mit ungefähr 20.000 Toten die schwerste Niederlage der Römer gegen germanische Krieger seit der Varusschlacht. Adrianopel ist heute Edirne, die nordwestlichste Großstadt der Türkei. In der Schlacht, in der Kaiser Valens fiel, unterlag das oströmische Heer den Westgoten“. Der wahre Kern an Ammians Bericht über den Schlachtverlauf ist der Umstand weshalb die römischen Legionen vernichtet wurden. Mit den Westgoten zusammen zog nämlich auch eine Formation iranischer Panzerreiter „Alanen“. Diese Panzerreiter waren es die tatsächlich diese Schlacht bei Adrianopel entschieden. Heute zählt die Geschichtswissenschaft die Alanen nicht zu den Germanen. Es ist deshalb das grosse ungelöste Geheimnis der Spätantike, weshalb iranische Panzerreiter an der Seite von Germanen kämpfen und für diese dann auch die Kämpfe entscheiden.

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Dezember 406 beim Rheinübertritt der Vandalen. Auch hier sind es diese iranischen Panzerreiter die den Vandalen den Weg freikämpfen. Auch dazu ein Zitat aus wikipedia: „Die Alanen standen dabei unter dem Kommando Goars und Respendials. Fränkische Föderaten Roms versuchten, die einfallenden Germanen zu bekämpfen, wobei es ihnen gelang, Godigisel, den Anführer der asdingischen Vandalen, zu töten, doch wurden die Franken von alanischen Truppen unter Respendial zurückgeschlagen.“ wikipedia bezieht sich hier auf das Geschichtswerk des Christen Gregor von Tours aus dem 6. Jahrhundert. Offensichtlich sind es also auch hier im Nordosten wieder diese iranischen Panzerreiter die den Kampf entscheiden.

Die Frage ist somit: Wer sind diese Alanen? wikipedia hat hier den Hintergrund der Alanen schon ganz gut erkannt: (https://de.wikipedia.org/wiki/Alanen) „Die Alanen (von iran. Aryanam, vgl. ossetisch allon „legendäres Volk der Frühzeit“) waren ein iranisches Volk, ein östlicher Teilstamm der Sarmaten.“ Selbst nannten sie sich also Arya (könnte man auch Arier schreiben), lebten nomadisch und kämpften schwer gepanzert vom Pferd. Tatsächlich ist ungewiss, ob sie überhaupt ein Volk waren, denn sie erscheinen überall nur als Reitersoldaten und nie ist irgendwo die Rede von Frauen und Kindern nach dem heutigen Verständnis von einem Volk. Befremdlich ist auch, warum sie die gleiche Sprache sprechen und die gleichen Bräuche pflegen wie ihre Kampfgefährten zu Fuß, die in der Neuzeit als „germanische“ Stämme identifiziert und als die Vorfahren der Deutschen glorifiziert werden. Arya bedeutet „edel“ und es ist kein Zufall, wenn überall in Europa später ein „Adel“ herrscht über die unfreien Nachkommen der seßhaften römischen Sklaven. Schon die sprachliche Ähnlichkeit von „Aria“ und „Adel“ für edel ist offensichtlich. Genauso ist es im Griechischen und im Latein (ebenso Sprachen die aus der indogermanischen Ursprache entstanden sind) wo sich die Edlen selbst die „Aristos“ nennen: Aristokratie bezeichnet die Herrschaft einer kleinen Gruppe besonders befähigter Individuen. Der Besten, der Edelsten, der Adligen, der Arier. Auf tausend Jahre Herrschaft des römischen Staates folgen tausend Jahre Herrschaft der Arier in Europa. Natürlich kann man – wenn man das Wort Arier vermeiden möchte – genauso sagen: Herrschaft der Alanen, der Iraner, der Adligen oder der Aristokraten. Viele Worte für einen gleichen Hintergrund. 

Die Rune „Raido“ symbolisiert einen ganzen zusammenhängenden Komplex aus dem in der heutigen deutschen Sprache einige Worte entstanden sind die alle miteinander zusammenhängen und die alle aus der Ursilbe Raido entstanden sind: „Reiten, Reisen, Reiter, Ritter“ Der Ritter als schwer gepanzerter Reiterkrieger ist die militärische Tradition der Alanen und in der eurasischen Geschichte tauchen diese Reiter natürlich nicht nur an der Ostgrenze Roms auf. Panzerreiter erobern China und Indien und sie zerstören schon 1000 Jahre vor Rom das assyrische Weltreich. In allen indogermanischen Sprachen finden wir Raido und den Ritter wieder, polnisch „Rycerz“ bulgarisch „рицар (Ritzar), dänisch „Ridder“, georgisch „რაინდი (Raindi)“ litauisch „Riteris“, russisch „рыцарь (Rytsar)“. In einigen Sprachen gab es freilich einen Bedeutungswechsel. Im Altenglischen wurde noch „Ridder“ und „Ætheler“ verstanden, aber der spätere „Knight“ entstammt dem Wort für „Knecht“.  Solche Knechte waren die alanischen Kriegerdynastien auf dem europäischen Festland eher nicht. Ihre traditionelle nomadische Lebensweise auf dem Rücken der Pferde haben sie sich im Ostfrankenreich bis in die Neuzeit gepflegt. Wer zum Adel gehörte, der reiste und nur Unfreie waren verpflichtet seßhaft zu leben. Selbst der deutsche Kaiser, der Amtshöchte aller Adligen pflegte die nomadische Lebensweise. Seine Reich kannte keine Hauptstadt, aber viele Pfalzen, die dem Kaiser und seinem adligen Gefolge immer eine Herberge auf allen Reisen waren.

Bis zur Schlacht bei Crécy am 26. August 1346 entschieden die Ritter sämtliche Schlachten in Europa. Interessant ist dabei, daß ihr Kampf mehr einen sportlichen Charakter hatte, als diesen Grausamen wie in den Kriegen der Neuzeit. Es gab feste Regeln für den Kampf an den jeder Adlige sich hielt. Eine Fehdeordnung regelte genau was erlaubt und ehrbar war und was nicht.  Die Fehde war nur etwas für den freien Adel und das unfreie Volk hatte nichts damit zu tun. Der Besiegte wurde gewöhnlich nicht einfach totgeschlagen sondern weiterhin als Ehrenmann behandelt. Kriegslisten galten nicht als clever sondern waren verachtet. Man kämpfte offen und fair und Ausnahmen bestätigten nur die Regel. Eine solcher Ausnahmen war die Schlacht bei Dürnkrut am 26. August 1278, die der erste Habsburgerkönig Rudolf gegen Ottokar von Böhmen durch eine Kriegslist gewann. Solche Ereignisse sorgten für Jahrzehnte Gesprächsstoff und beschädigten das Ansehen des deutschen Königs erheblich. Das unritterliche Verhalten des Habsburgers war eine der Ursachen warum der Ehrenkodex des spätmittelalterlichen Adels letztlich zerfiel und aus dem sportlichen Kampf letztlich ein ehrloses einander Abschlachten wurde. Die Massaker des Dreissigjährigen Kriegs wären ohne den Sittenverfall unter den Habsburgern nie denkbar gewesen und ohne diesen Krieg hätte die Geschichte der Menschheit einen ganz anderen Verlauf genommen.

Ritter sind auch im Mittelalter nicht zwangsläufig mit dem Christentum verbunden. Es waren islamische Ritter die in der Levante die christlichen Ritter der Kreuzzüge besiegten. Der grosse islamische Held Sultan Saladin, Gründer der Ayyubiden-Dynastie und siegreicher Feldherr über das Kreuzzugsheer in der Schlacht von Hattin am 4. Juli 1187 war kein Araber sondern Kurde.  Die Kurden waren den Alanen sehr ähnlich und sind mit Sicherheit auch Arier. Die kurdische Sprache gehört nach heutiger Lehrmeinung zu den indogermanischen Sprachen, und zwar zum nordwestlichen Zweig der iranischen Sprachen. Allerdings hatte die islamische Religion einen fatalen Einfluß auf die Reiterkrieger und niemand im islamischen Gebiet sprach dort noch von Rittern. Hier waren aus freien Männern die Mamluken (Kriegersklaven) geworden. Wikipedia beschreibt Mamluk (https://de.wikipedia.org/wiki/Mamluken) Das arabische Wort مملوك / mamlūk (Pl. مماليك / mamālīk) ist das Passivpartizip des arabischen Wortes malaka (dt. besitzen) und bedeutet wörtlich „der in Besitz genommene“ bzw. „der Besessene“. Im spezifischen Sinne bezeichnet dieses Wort einen weißen männlichen Sklaven, der zum Zweck des Militärdienstes importiert wurde. In der Schlacht von Hattin siegte Saladin mit 10.000 dieser Sklavenritter. Saladin selbst zeigt sich dann jedoch durchaus als Ehrenmann. Die Schlacht endet als Saladin selbst dem besiegten gegnerischen Feldherr Guido von Lusignan, König von Jerusalem, Wasser als Zeichen reicht, daß er ihm kein Leid zufügen wird. Jedem gefangenen Ordensritter stellt er persönlich die Frage, ob er dem christlichen Fanatismus abschwört und künftig darauf verzichtet das Schwert gegen die Muslime zu führen. Nur wer den Eid verweigert wird von Saladin persönlich enthauptet.

Das Wort „Ritterlichkeit“ steht auch heute noch für eine positive Werteordnung. Die Tugenden die von den einstigen Rittern vorgelebt wurden wären auch für den Menschen heute noch eine Option ein freies Leben mit Ehre zu führen. Ritter sind keine Kriegsknechte sondern sie sind unsere arischen Ahnen und unsere unmittelbare Wurzel zurück in die freie Welt.

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