Tierhalteverbot und Wegnahme von Tieren war rechtm??ig

Das VG Koblenz hat entschieden, dass einem Tierhalter, der 55 Katzen und zehn Hunde gehalten hatte, zu Recht die Tiere wegen nicht artgerechter Unterbringung und Versorgung weggenommen wurden.

Anl?sslich einer Hausdurchsuchung im Wohngeb?ude der Kl?ger wurden dort 55 Katzen und zehn Hunde aufgefunden. S?mtliche Tiere befanden sich in einem schlechten Pflegezustand. Das Fell hatte Verfilzungen, die Tiere waren von Fl?hen und Ohrmilben befallen, hatten Zahnstein, waren untergewichtig und litten unter Wurmbefall. Die R?ume, K?fige und Verschl?ge waren teilweise stark verkotet und wiesen zum Teil keine Versorgung mit Futter und/oder Wasser auf. Einige Tiere waren massiv verhaltensauff?llig. Eine Katze wurde abgemagert tot aufgefunden. Nach Einsch?tzung der zust?ndigen beamteten Tier?rztin seien die Tiere nicht artgerecht untergebracht und versorgt worden. Die Kl?ger seien nicht in der Lage, Tiere zu halten. Daraufhin verf?gte der beklagte Landkreis Mayen-Koblenz die Wegnahme der Tiere und untersagte den Kl?gern die Haltung und Betreuung von Tieren jeglicher Art.
Dagegen haben die Kl?ger nach erfolglosem Widerspruch Klage erhoben. Die Tierhalteverbote seien unverh?ltnism??ig. Die Einsch?tzungen der Tier?rztin seien unzutreffend oder ?berzogen. Ein tierschutzwidriges Verhalten k?nne man ihnen nicht anlasten.

Das VG Koblenz hat die Klage abgewiesen.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sind die gegen die Kl?ger ergangenen tierschutzrechtlichen Anordnungen rechtm??ig. Der Beklagte habe die Wegnahme der Tiere zu Recht auf das Gutachten der beamteten Tier?rztin gest?tzt. Deren Einsch?tzung werde durch die anl?sslich der Hausdurchsuchung gefertigten Lichtbilder und Befunde der Tier?rzte, die die Tiere anschlie?end untersucht h?tten, gest?tzt. Das blo?e Behaupten der Kl?ger, sie h?tten die Tiere ordnungsgem?? gehalten, sei angesichts der aktenkundigen Beweislage ebenso wenig stichhaltig wie das reine Bestreiten der Richtigkeit der sachverst?ndigen Stellungnahme.

Auch das Tierhalteverbot sei rechtens. Nach den einschl?gigen gesetzlichen Bestimmungen k?nne das Halten und Betreuen von Tieren einer Person untersagt werden, die – wie die Kl?ger – den Tierhaltebestimmungen wiederholt oder grob zuwider gehandelt und dadurch den von ihr gehaltenen oder betreuten Tieren erhebliche oder anhaltende Schmerzen oder Leiden oder erhebliche Sch?den zugef?hrt habe. Da die Kl?ger auch nach der Hausdurchsuchung und den getroffenen Anordnungen erneut Tiere in vergleichbaren Verh?ltnissen gehalten h?tten, sei davon auszugehen, dass es weiterhin derartige Zuwiderhandlungen gebe. Diesen m?sse mit dem Verbot entgegengewirkt werden.

Gegen diese Entscheidung k?nnen die Beteiligten die Zulassung der Berufung durch das OVG Koblenz beantragen.

Quelle: Pressemitteilung des VG Koblenz Nr. 22/2017 v. 03.07.2017

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