Staatselite in Österreich freut sich auf Leben im Regierungsbunker

Aus der aktuellen phi: Österreich / In St. Johann im Pongau gibt es einen „ganz geheimen“ Regierungsbunker, der mehrgeschossig 300 Meter unter der Erde Schutz bieten soll. Schutz für die Regierungsspitze, versteht sich – denn das Volk darf nicht wissen, wo genau die Hochsicherheitsanlage ist. Die letzten Regierungen sahen keine Veranlassung den Regierungsbunker zu besuchen.

Der letzte Kanzler, der dort war, war SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky. Vor 30 Jahren! Nun besuchten SPÖ-Kanzler Christian Kern und Verteidigungsminister Doskozil (SPÖ) den Bunker und zeigten medienwirksam gesteigertes Interesse. Und sie scherzten ganz offen darüber, wie sie es sich dort gemütlich machen wollen: „Ich werde ein Austria Wien-Poster aufhängen“, zitiert den Kanzler die „Kleine Zeitung“. „Naja, muss nicht sein“, murmelt daneben Rapid-Fan Doskozil. Ebenfalls inspizierten sie, laut auserwählten Medienberichterstattern, den Sitzungssaal für das staatliche Katastrophen- und Krisenmanagement. Kern hoffte natürlich obligatorisch, dass er „das Ausweichquartier nie brauchen werde“. Zitat der „Kleinen Zeitung“: Für den gegenteiligen Fall habe er sich aber überzeugen können, „dass wir absolut gut gerüstet sind“.

Nach den entsprechenden Medienberichten Anfang der Woche (16, 17. Jänner) wollen die Gerüchte nicht abschwellen: „Sind das die ersten oder gar die letzten Vorbereitungen der Regierung, falls sie aus Wien flüchten muss?“ – „Droht gar Bürgerkrieg?“ – Die Leser in den Kommentarspalten sind auch aufgeregt und stellen die Frage, ob ein Bürgerkrieg droht.. Für Wirbel sorgt auch der Umstand, dass – gemäß Medienmeldungen – ausländische Militärs im Bunker „einund ausgehen“ würden. Tatsächlich posiert auf einem Foto Kanzler Kern mit einem deutschen Bundesheeroffizier. Die BRD ist bekanntlich wichtiges Mitglied der NATO. Wie sich das mit der alpenländischen Neutralität verträgt? Man beobachte ja nur gemeinsam den Luftraum, ist man seitens des Verteidigungsministeriums wieder einmal um keine Ausrede verlegen.

Auch in den tausenden NATO- und US-Waffentransporten quer durch das neutrale Österreich sieht dieses Ministerium bekanntlich „kein Problem“, obwohl es eindeutig die Neutralität verletzt, wenn eine Konfliktpartei massiv Waffen durch ein angeblich neutrales Land transportiert.. Jedenfalls ist die Feindbestimmung eindeutig – die NATO-indoktrinierten BRD-Militärs dürften hier entsprechende Entscheidungshilfen liefern: Auch US-Offiziere sollen schon beobachtet worden sein Die „Kleine Zeitung“ berichtet nämlich auch, dass auf einer Videowand die Linienmaschinen überwacht werden, „die aus Krisenländern stammen und nach Mitteleuropa unterwegs sind.“ Natürlich „nur für alle Fälle“. Russland und die Türkei zählen, laut diesem Zeitungsartikel, wie selbstverständlich zu den „Krisenländern“, deren Flugzeuge bei Anflug auf die EU überwacht werden müssen..Pongau liegt in Salzburger Land; ist also verhältnismässig weit von Regierungssitz Wien.entfernt und schwer zu erreichen. PHI meint: Der beste Schutz vor Angriffe ist Neutralität nach schweizer Vorbild. Das gilt nicht nur für Österreich, sondern auch für Deutschland insgesamt.

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